Ab sofort hat unser Verein einen YouTube-Kanal. Hier sammeln wir alle Videos, die im Laufe der Zeit über uns und unsere Arbeit entstanden sind. Meist handelt es sich um TV-Beiträge, die auf Leipzig-Fernsehen gelaufen sind. Hier können Sie in Wort und Bild nachvollziehen, wie wir uns von der Förder-Initiative zum Verein wurden und welche Unwegsamkeiten es über die Jahre zu bewältigen gab.
Produziert wurden die Filme vom Tauchaer Kameramann Joachim Chüo, der auch Mitglied im Verein ist. Schauen Sie doch mal rein!
Monat: März 2012 (Seite 3 von 4)


Der erste öffentliche Termin des Vereins Parthebad Taucha steht fest: Auch in diesem Jahr beteiligen wir uns wieder am Osterfeuer der Stadt Taucha. Am 5. April werden wir mit einem Stand vor Ort sein. Gegen den Hunger schmieren wir original sächsische Fettbemmen und reichen Getränke. Und sollte das Frühlingswetter doch nicht bis dahin halten, gibt’s Glühwein zum Aufwärmen. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen dem Verein und damit dem Parthebad zu Gute.
Wieder einmal ist der Wettergott der Badinitiative nicht hold. Pünktlich um 14 Uhr zur offiziellen Eröffnung der neuen Badsaison beginnt es zu nieseln. Trotzdem lassen es sich einige Tauchaer nicht nehmen, in das kühle Nass zu springen. Die Nachwuchsband „Flucht-WG“ heizt dem Publikum auch ohne Gage kräftig ein. Frank Walther von der Badinitiative hat die Technik dafür besorgt und installiert. Eine Sprayer-Gruppe aus Tauchas Schulen gestaltet derweil kreativ die Sockel vom Imbiss. Als besonderes Geschenk an Bürgermeister Holger Schirmbeck präsentiert die Badinitiative eine 50 Meter lange und 217 Euro teure Absperrlinie im Schwimmerbecken. „Die Firma Hönig aus Jesewitz hat einen Teil gespendet, so dass wir uns das endlich leisten konnten“, sagte Karsten Meyer der LVZ. Bedeutsam auch die Mitteilung, dass offiziell das Büro Bauplanung Bautzen beauftragt wurde, Planungsunterlagen zwecks Erlangung einer Baugenehmigung zu erstellen.
Am 3. Februar trifft sich erstmalig 2004 das Unterstützerteam der Badinitiative. Als Gast ist Birgit Schwurak von der Stadtverwaltung vertreten und nimmt die Hinweise und Vorschläge der Teilnehmer aufmerksam zu Kenntnis. Die Initiatoren Heike Meyer, Silke Heuwerth und die Teilnehmer besprechen die Schwerpunkte für 2004. Der wichtigste Erfolg der Badinitiative des Jahres 2003, ist die Entscheidung der Stadtverwaltung das Stadtbad auch in der Saison 2004 zu öffnen und die Weiterführung der Planungen zur unbedingt notwendigen Rekonstruktion zu betreiben. Die Bewirtschaftungskosten von ca. 150.000 Euro werden in den Haushaltplan 2004 eingestellt.
So werden auch 2004 eine Vielzahl von Veranstaltungen organisiert, um die Einnahmeseite des Stadtbades zu verbessern und ggf. auch Spenden zur Reko des Bades zu bekommen.
Die Badinitiative macht das Unmögliche möglich: Wie Bürgermeister Holger Schirmbeck mitteilte, sind sich alle Stadträte und die Stadtverwaltung einig, dass das Bad erhalten bleiben soll. Im nächsten Jahr sind wieder Mittel im Haushalts- und Finanzplan zur Sanierung des Bades vorgesehen. Das Bad steht damit 2004 den Badelustigen offen.
Der Bürgemeister sprach der Initiative für ihre Riesenleistung seine Anerkennung aus: „Ich weiß nicht, ob es grundsätzlich gelungen ist, das Tauchaer Bad zu retten. Aber ich bin mir sicher, dass dessen Schicksal besiegelt wäre, wenn die Badinitiative nicht so ein riesige Resonanz in der Bevölkerung geschaffen hätte“. Zwischen April und September hat die Initiative Veranstaltungen, wie das Neptunfest, Brasilianische Nacht und den Tag des Bades organisiert sowie bei Firmen und auch im Fernsehen für das Bad geworben. Besonders bewährt hat sich aber eine der ersten Ideen der Initiative: die Saisonkarte, die 18 Prozent der gesamten Einnahmen ausmachte. Die Besucherzahlen stiegen von 20.000 auf 34.000, die Einnahmen auf knapp 49.000 Euro. Dafür bedanken sich die Mitglieder der Badinitiative nicht nur bei den vielen Firmen und Helfern sondern vorallem auch bei den Besuchern.
Trotzdem kann noch nicht aufgeatmet werden. Noch profitiert das Bad vom Bestandsschutz. Die Stadt muss nun nachweisen, dass ernsthafte und spürbare Schritte unternommen werden, um die dringend notwendige Sanierung zu ermöglichen. Zur Umsetzung ihrer Ideen sucht die Badinitiative dringend Mitstreiter, die sich bei Silke Heuwerth oder Heike Meyer (siehe Ansprechpartner) melden können.
(nach einem Bericht der Delitzsch-Eilenburger-Kreiszeitung vom 10.10.03)